
Beruflich bedingt habe ich die letzten 12 Monate in Deutschland verbracht und dabei eine Menge Ärger erlebt. Da es den Umfang von einem Blogpost bei weitem überschreitet, mache ich eine Serie daraus. Beginnen wir mit der Deutschen Bahn und der Abo-Falle Bahncard!
Als Fan von öffentlichen Verkehrsmitteln habe ich nach meiner Rückkehr sofort eine Bahncard 25 beschafft. Allerdings kam sie nicht wirklich oft zum Einsatz da das Bayern-Ticket meist doch günstiger war. Letzte Woche war ich um so mehr überrascht, als eine neue Bahncard im Briefkasten lag. Eine kurze Recherche ergab, daß es sich bei der Bahncard immer um ein Abo handelt, welches 6 Wochen vor Laufzeitende gekündigt werden muss. Liegt die neue Bahncard erst einmal im Briefkasten gibt es kein zurück mehr. In einem kurzen Telefonat mit der Bahncard Hotline wurde mir dies bestätigt.
Beim Kauf der Bahncard war mir das jedenfalls nicht bewusst. Ja liebe Rechtsanwälte, das steht sicher irgendwo in den AGBs oder im kleingedruckten. Allerdings komme ich mir schlicht verarscht vor. Vielen hundert andere Kunden geht es ähnlich. Ein kurzes stöbern im Internet zum Thema “Bahncard kündigen” bezeugt meinen Frust.
Warum muss ein renommiertes Unternehmen wie die Deutsche Bahn auf so fieße Mittel wie Abo-Fallen zurückgreifen? Es ist mir immer wieder ein Rätsel warum Firmen eine zwanghaft Kunden durch eine Fussfessel (“Abo-Falle”) binden wollen.
Liebe Manager der Deutschen Bahn, warum versucht Ihr es nicht mal mit einer transparenten Preisgestaltung, attraktiven Angeboten und zuverlässigen Leistungen? Zufriedene Kunden laufen nämlich nicht weg!
Ich freue mich derweil auf die baldige Einführung von Buslinien zwischen Deutschen Großstädten. Damit bekommt die Bahn endlich mal ordentliche Konkurrenz. Vielleicht hilft das, mal ein wenig über Kundenzufriedenheit und eine kundenfreundlichere Politik nachzudenken.
Salut,
das ist natürlich eine ärgerliche Erfahrung und ich verstehe die Wut ganz gut. Auf der anderen Seite steht das mit der Verlängerung aber nicht irgendwo im Kleingedruckten, sondern recht deutlich in den Konditionen unter “Geltungsdauer”. Klar könnte man das deutlicher machen – aber wirklich versteckt ist es auch nicht.
Die Hoffnung auf bessere Kundenpolitik und insbesondere Preisgestaltung teile ich allerdings uneingeschränkt.
Alles Gute
Nike
Die Abzocke besteht darin, dass man überhaupt so ein automatisch sich verlängerndes Abo eingeht, wenn man sich eine Bahncard kauft. Das sind verbrecherisch unseriöse Methoden!
Hat jemand Erfahung mit der spanischen POST, vorallem wenn wir in einem Haus wohnen wo kein Postbote hin “will”? Ein Postfach ist ja sehr teuer und informiert wird man dazu auch nicht, wenn dann mal etwas in Fach sein sollte. Dies bedeutet regelmässige “unnötige” Besuche zum Postfach in der Hoffnung, dass etwas drin sein könnte.
Die Frage kommt auch was mit Paketen geschieht, welche vom EU Raum verschickt werden sollten (Mallorca).
Vielen Dank,
Die span. Post ist undurchschaubar und folgt ihren eigenen Gesetzen oder sowas ähnlichem. Momentan, und das seit Jahren, nennt sie sich “Organismo Autonomo Correos” womit man sagen will, daß es keine staatliche Einrichtung mehr ist. Privatisiert ist sie aber auch (noch) nicht, und dafür daß es erst gar nicht soweit kommt sorgen die zu allem entschlossenen Gewerkschaften. Wer oder was ist also Correos? Ganz klar: ein fliegendes Unterwasser-Kettenfahrzeug ohne Fahrer. Korrespondenz wird nicht überallhin ausgetragen – wäre ja auch noch schöner. Jede Poststelle verfügt über eine Karte, auf der der Zustellungsbereich eingetragen ist. Danach zu fragen ist nicht immer erfolgreich – wozu auch, denn normalerweise intressiert das niemanden, also ist sie auch “gerade nicht da”.
Erklärt wird dies und vieles andere mit einer Inschrift im Ankunftsbereich des inzwischen geschlossenen Terminals 1 des Alicantiner Flughafens: ” Was man sieht ist der sichtbare Teil des Unsichtbaren”. Viva España!